Konzept

Mit ihrem Konzept für ein "Kulturareal Feucht", bestehend aus dem Zeidel-Museum, dem Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum und der Gemeindebücherei, schlagen die Museumsvereine vor, bestehende Nutzungen gemeindlicher und vereinseigener Liegenschaften in der Pfinzingstraße in einer Gesamtschau zu überdenken und mittelfristig gemeinsam neu zu ordnen. Zusammen mit der gegenüber liegenden Reichswaldhalle entstünde so ein einzigartiger, attraktiver Kultur-Schwerpunkt mitten im Zentrum von Feucht.


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Ein wesentliches Element des Vorschlags ist es, die Archiv- und Literaturbestände der Museen und das Marktarchiv unter dem Dach der Gemeindebücherei zu bündeln, sie nach Archiv- bzw. Bibliotheksgesichtspunkten zu erschließen und damit der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen und für die Nachwelt zu erhalten.

Der dadurch entstehende zusätzliche Platzbedarf könnte durch einen Neubau für die Gemeindebücherei unmittelbar hinter dem Pfinzingschloss gedeckt werden. Der Trägerverein des Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museums ist Eigentümer dieses Grundstücks, das er für diesen Zweck dem Markt Feucht ohne Kosten überlassen würde. Eine Ideenskizze des Feuchter Architekturbüros Brunner ist Bestandteil des Konzepts. Eine Kostenschätzung dafür wurde dem Markt Feucht bereits im Jahr 2014 übergeben.


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In das so frei werdende, heutige Büchereigebäude könnte sich nach dem „Kulturareal“-Konzept dann das Zeidelmuseum ausdehnen. Ein Ausstellungskonzept dafür hat das Zeidelmuseum bereits erarbeitet. Ideenskizzen des Feuchter Architekten Wenzel sind Bestandteil des Konzepts.


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Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum soll sich nach dem Vorschlag im Gegenzug zur Bereitstellung des Grundstücks für eine neue Gemeindebücherei schließlich ins Pfinzingschloss erweitern, wo das Museum 1971 gegründet worden war. Das bisherige Museumsgebäude wollen die Museumsmacher auf der Basis ihres seit 20 Jahren angebotenen Programms „Erlebnis Raumfahrt“ zu einem „Kinder- und Schülerlabor Raumfahrt“ umgestalten. Ein Ausstellungskonzept für die Räume im Pfinzingschloss wurde ebenfalls bereits erarbeitet und ist Bestandteil des Konzeptvorschlags.

Voraussetzung für eine solche Rochade ist die kommunalpolitisch schon lange diskutierte Zusammenführung der Verwaltung beim Rathaus mit einem Umzug der Kämmerei und des Bauamtes aus dem Pfinzingschloss in das „Metz-Haus“ direkt neben dem Rathaus in der Hauptstraße.

Den Vertretern der Museumsvereine ist bewusst, dass ein solches Konzept nur mittelfristig verwirklicht werden kann. Die Abhängigkeiten und vielen notwendigen Einzelschritte sind unübersehbar. Deshalb haben beide Museen unabhängig von der Diskussion um ihren „Kulturareal“-Vorschlag Schritte unternommen, um ihre Attraktivität im jetzigen Bestand zu erhöhen. Die in den letzten Jahren durchgeführte Umgestaltung im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum ist dafür ein Beispiel.

Kosten und Finanzierung

Dreh- und Angelpunkt für die Finanzierbarkeit eines solchen Vorhabens ist ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten, also der beiden Museumsvereine und der Kommune, um entsprechende Fördermittel von EU, Bund, Land, Bezirk und Landkreis bekommen zu können und auch private Sponsoren zu gewinnen. Beispiele anderer Kulturprojekte zeigen immer wieder, dass auf diese Weise für die Kommune keine unüberschaubaren finanziellen Lasten entstehen, weil Investitionen auf mehrere Schultern verteilt werden.

Unabdingbare Voraussetzung für die Vorklärung, welche Fördertöpfe zur Verfügung stehen und gegebenenfalls in Anspruch genommen werden können, ist ein prinzipielles Bekenntnis des Marktes Feucht, das Konzept zu unterstützen und aktiv vorantreiben zu wollen. Damit ist keine Vorfestlegung zur tatsächlichen späteren Umsetzung verbunden, aber ohne ein solches prinzipielles Bekenntnis des Marktgemeinderates können substanzielle Gespräche mit möglichen Förderinstanzen nicht geführt werden.

Download

Das komplette Konzept in seiner Fassung vom 3.7.2013 können Sie hier als PDF herunterladen.


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